FAKE IT UNTIL YOU MAKE IT

NUTZE DIE SPRACHE DEINES KÖRPERS

In meiner täglichen Arbeit nutze ich sie fast ausschließlich- die Decodierung unserer Körpersprache.( mehr dazu findest du hier….THE EMOTION METHOD)

Denn nur 20 Prozent unserer Kommunikation läuft über das gesprochene Wort. Wir kommunizieren also zu rund 80 Prozent nonverbal und unbewusst. Es ist also durchaus möglich, sein Gegenüber exakt zu durchschauen, Gefühle und Verhaltensweisen präzise zu entschlüsseln, und Körperhaltung und Mimik zu entlarven, die uns in die Irre führen sollen.

Hier schreibe ich nur über ein paar wichtiger Indizien und wie du die Zeichen richtig deutest. Dazu nehme ich vorab ein schönes Beispiel…

Was sagt man noch tröstend zu jemandem, dem vielleicht etwas mißlungen ist oder der gefrustet ist: „Kopf hoch!“. Und wie Charlie Brown haarscharf erklärt, ist da was dran.

In dieser ultrakurzen Geschichte, die nur aus vier Bildern besteht, erklärt kein geringerer als „Charlie Brown“ – der aus der erfolgreichen Comicserie „Peanuts“ von „Charles M. Schulz“ – wie er sich verhält, wenn er mal wieder deprimiert ist.

Der Spiegel der Seele

Was uns die Mimik verrät

Ein aufrichtiger und unverhohlener Ausdruck der Freude macht sich vor allem im Gesicht und am Hals bemerkbar. Positive Emotionen äußern sich darin, dass die Stirn nicht in Falten geworfen ist, die Lippen zu sehen sind( also nicht zusammengepresst) und die Augenpartie entspannt wirkt. Wenn wir wirklich in uns ruhen und uns wohl fühlen, entspannen sich auch die Gesichtsmuskeln und wir neigen den Kopf zur Seite, wodurch wir unsere empfindlichste Stelle entblößen: den Hals. Dies ist ein Ausdruck von großem Wohlbefinden- man sieht ihn oft bei flirtenden Menschen. Derartige Mimik ist fast unmöglich nachzuahmen, wenn man sich unwohl, angespannt, skeptisch oder bedroht fühlt.

Wer den Kopf neigt, drückt auf eindrucksvolle Weise aus:” Ich fühle mich wohl mit dir, ich bin wohlgesinnt.” Es ist schwierig, dieses Verhalten in Anwesenheit von Menschen zu imitieren, die wir nicht mögen.

Daher achte einmal genau auf deine Mitmenschen, deinen Partner oder auch auf dich selbst.

Ein Blick verrät alles

Wie unser Gehirn sich selbst schützt

Unsere Augen sind unsere wichtigsten Sinnesorgane und ganz zentral wichtig für die Informationsaufnahme aus unserer Umwelt. Parallel versuchen wir, die eingehenden Informationen zu selektieren und ggf. zu zensieren.

Die sog. Blickvermeidung hat sich entwickelt, um das Gehirn davor zu schützen, unerwünschte Dinge zu ” sehen”. So zeigt jede Verkleinerung der Augengröße, ob nun durch Zusammenkneifen oder Pupillenverengung, eine Form des unbewussten Abwehrverhaltens.

Wenn dein Gegenüber seinen Blick also abwendet, unmittelbar nachdem du ihm etwas mitgeteilt hast, kannst du davon ausgehen, dass etwas nicht stimmt und die Person beunruhigt ist. In dieser Situation ist es durchaus sinnvoll, dein weiteres Vorgehen zu überdenken, sofern du an einer positiven Entwicklung der Beziehung zu dieser Person interessiert bist.

Umgekehrt reißen wir unsere Augen weit auf, wenn wir erfreut sind, jemanden zu sehen, oder unsere Freude über etwas kaum bändigen können. Sehen wir jemanden, den wir mögen oder den wir nach langer Funkstille zufällig wiedertreffen, öffnen wir normalerweise unsere Augen besonders weit, um sie so groß wie möglich zu machen, während sich zugleich unsere Pupillen weiten. Dieses Verhalten zu beobachten ist immer hilfreich, um zu bestimmen, ob dein Umgang mit einer bestimmten Person gut ankommt. Kurzum- achte auf die Augen- je größer sie werden, desto besser.

Lass’ die Hände und Finger sprechen

Alles eine Fingerübung

Für die Entschlüsselung von Körpersprache ist die Gestik der Hände essenziell, denn jede Bewegung ist vom Gehirn gesteuert( bewusst oder unbewusst). Im direkten Gespräch mit anderen solltest du immer darauf achten, dass deine Hände sichtbar bleiben. Hast du dich jemals mit jemandem unterhalten, der seine Hände unter dem Tisch verborgen hielt? Dann kennst du das Gefühl, das dabei aufkommt: Unbehagen.

Wir Menschen reagieren grundsätzlich positiv auf ausdrucksstarke Handbewegungen. Wenn du also dem Inhalt deiner Aussagen mehr Kraft verleihen willst, nutze deine Hände effektiv. Ein -leider- “gutes” Beispiel hierfür ist Adolf Hitler, der beharrlich an seiner Gestik gefeilt hat, um seine rhetorischen Fähigkeiten zu verbessern. Hitler fing an, seine Reden vor dem heimischen Spiegel zu üben. Später filmte er sich selbst beim Einstudieren von Gesten, die seine Zuhörer möglichst mitreißen sollten. Er studierte es kleinlichst, um sein Publikum zu fesseln und zu manipulieren.

Das sog. Dach

Zu den stärksten Anzeichen von Souveränität und Selbstvertrauen zählt, wenn man die gespreizten Finger beider Hände zu einem Dach formt- eine Geste, die betenden Händen sehr ähnelt, wenngleich die Finger nicht verschränkt sind und die Handflächen sich nicht zwingend berühren.

Jeder von euch kann mit Sicherheit erkennen, um wessen Hände es sich hier handelt.

Mit dieser Haltung der Hände deutet man an, dass man von seinen Gedanken und seiner Position vollends überzeugt ist.

Geringes Selbstvertrauen kann man u. a. daran erkennen, dass eine Person ihre Daumen in die Hosentasche steckt, während die anderen Finger seitlich heraushängen.

Das Berühren des Halses

Den Nackenbereich, Hals und/ oder des Jugulum( kleine Vertiefung im vorderen Halsbereich) in Stresssituationen zu bedecken ist ein wichtiger, starker Indikator dafür, dass das Gehirn gerade aktiv etwas verarbeitet, das als bedrohlich, störend, irritierend, verunsichernd oder aufwühlend empfunden wird.

(Als eine junge Mutter während eines Coachings einmal per Telefon von dem Unfall ihres Kindes erfuhr, bedeckte sie direkt das Jugulum ihres Halses mit einer Hand)

Dein Körper gibt dir ein wichtiges Feedback

Wie gehst du? Wie stehst du? Wie bewegst du dich?

Um dich selbst noch besser kennen zu lernen gebe ich dir hier eine wichtige Aufgabe: Filme dich! Ja, filme dich. Dazu stellst du einfach irgendwo im Raum dein Handy samt Halter auf und filmst dich. Du bekommst wertvolle Rückschlüsse und dein Körper sendet dir ehrliches Feedback.

Nach der Analyse deiner Körpersprache richtest du dich auf und stehst wie jemand, der über volles Selbstvertrauen verfügt. Das Motto lautet ab jetzt: ” FAKE IT UNTIL YOU MAKE IT”.

Was ist deine Powerpose, die Körperhaltung in der du wieder zu dir selbst findest, zu deiner Kraft, zu deinen Fähigkeiten?

Finde deine Powerpose und übe sie täglich ein!

 

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